Der Schweinfurter Hafen – Umschlagplatz seit 1963

Mit dem Bau des Hafens, allgemein als "Sprung über den Main" bezeichnet, wurde für die Stadt Schweinfurt eine neue Entwicklungsphase eingeleitet. Die ehemalige freie Reichsstadt Schweinfurt lag seit ihrer Gründung am rechten Mainufer. Das der Stadt gegenüberliegende Gebiet war Abflussgebiet für das Hochwasser des Mains. Das war auch der Grund, warum dieses Gebiet seit Bestehen der Stadt für jegliche Bebauung gemieden wurde.

Die Kanalisierung des Mains und die Schüttung eines Hochwasserdammes ermöglichten die Hochwasserfreilegung. Durch weitere umfangreiche Baumaßnahmen wurde ein rund 200 Hektar großes Industrie- und Gewerbegebiet geschaffen. Der erste Schritt zur Realisierung dieser Großmaßnahme war der Beginn der Baumaßnahmen am Hafen.

Baubeginn war im Februar 1961. Am 20. Mai 1962 wurde das Hafenbecken geflutet. Am 4. Juni des Folgejahres begann der Umschlagbetrieb. Am 04. Oktober 1963 fand die offizielle Einweihnung des Hafens statt.

Für die Erschließung des gesamten Gebiets wurden, einschließlich der vom Bund gebauten Mainbrücken, rund 100 Mio. DM aufgewendet. Bis heute haben sich im Schweinfurter Süden über 100 Betriebe mit mehr als 10.000 Beschäftigten angesiedelt.