Information zur einmaligen Kostenentlastung des Bundes für den Monat Dezember 2022

Grundlage: Erdgas-Wärme-Soforthilfegesetz (EWSG) § 2 Abs. 1 bis 3 und § 3
Stand: 18.11.2022

Das Gesetz über eine Soforthilfe für Letztverbraucher von leitungsgebundenem Erdgas und Kunden von Wärme (Erdgas-Wärme-Soforthilfegesetz – EWSG), das am 09.11.2022 vom Deutschen Bundestag beschlossen wurde und am 14.11.2022 durch den Bundesrat gebilligt wurde, sieht vor, dass Letztverbrauchern Zahlungen für die Lieferungen von Erdgas oder Wärme erlassen bzw. erstattet werden. Die Entlastungen werden aus Mitteln des Bundes finanziert. Mit dieser Veröffentlichung auf unserer Homepage kommen wir der Informationspflichten nach § 2 Abs. 4 EWSG nach.

Vorgehensweise: 
Für eine zeitnahe finanzielle Entlastung werden wir Ihren Abschlag im Monat Dezember für Gas und Fernwärme nicht abbuchen. Sollten Sie den Dezemberabschlag überweisen, können Sie auf den Überweisungsvorgang im Dezember für Gas und Fernwärme verzichten. Sollte die Überweisung dennoch von Ihnen erfolgt sein, werden wir den Betrag selbstverständlich mit der Jahresabrechnung komplett gutschreiben. Eine vorherige Rückerstattung erfolgt jedoch nicht. 

Erklärung des Entlastungsbetrages:
Bei der nächsten Jahresabrechnung für Gas und Wärme werden wir Ihnen den so genannten Entlastungsbetrag gutschreiben. Dieser wird beim Gas gemäß den gesetzlichen Vorgaben auf Basis der im Dezember 2022 gültigen Preise Ihres Tarifs und einem Zwölftel Ihrer Jahresverbrauchsprognose (Stand: September 2022 oder früher) errechnet. Bei Wärme richtet sich der Entlastungsbetrag nach dem Abschlag vom September 2022 zuzüglich eines Aufschlages in Höhe von 20 Prozent.

Diese Entlastung wird in den meisten Fällen etwas niedriger sein, als Ihr berechneter Dezemberabschlag. Beide Werte, Entlastungsbetrag und ausgesetzter Dezemberabschlag, werden Ihnen auf der Jahresrechnung transparent ausgewiesen und verrechnet. 

Warum erfolgt die Berechnung auf Basis der Jahresverbrauchsprognose 2022?
Die Bundesregierung möchte damit Ihre Sparsamkeit beim Energieverbrauch im Jahr 2022 belohnen. Die Jahresverbrauchsprognose für 2022 basiert in der Regel auf Ihrem Jahresverbrauch 2021. Hierdurch wird vermutlich der Entlastungsbetrag höher ausfallen, als bei der Berechnung mit dem tatsächlichen Jahresverbrauch 2022.

Diese Maßnahme dient als sofortige finanzielle Entlastung in der aktuell schwierigen Zeit hoher Energiepreise und Inflation. 

Weitere Informationen zur Soforthilfe Gas und Wärme finden Sie in der FAQ-Liste des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutzes.

Strom- und Gaspreisbremse

Stand: 02.11.2022

Strom- und Gaspreisbremse
Die Bundesregierung greift für die Preisbremsen die Vorschläge der unabhängigen „ExpertInnen-Kommission Gas und Wärme“ auf. Das Gesetzgebungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen.
 
Weitere Informationen finden Sie unter Strom- und Gaspreis: günstigere Versorgung | Bundesregierung
 
Die Stadtwerke Schweinfurt werden selbstverständlich die Erleichterungen, sobald diese gesetzlich verankert sind, in vollem Umfang an Sie weitergeben

Senkung des Umsatzsteuersatzes für die Lieferung von Erdgas sowie Fernwärme

Stand: 07.10.2022

Der Bundesrat hat am 7. Oktober 2022 ein „Gesetz zur temporären Senkung des Umsatzsteuersatzes auf Gaslieferungen über das Erdgasnetz“ beschlossen. Dadurch wird der Umsatzsteuersatz auf Erdgas- sowie Fernwärmelieferungen ab Oktober 2022 bis Ende März 2024 von 19 auf 7 Prozent reduziert.

Die Umsatzsteuersenkung haben wir rückwirkend zum 1. Oktober 2022 eins zu eins an unsere Kunden weitergeben.

Information zu den aktuellen Gasumlagen

Stand: 29.09.2022

Die Bundesregierung hat am 29. September 2022 einen wirtschaftlichen Abwehrschirm gegen die Folgen des russischen Angriffskrieges angekündigt, der die steigenden Energiekosten und die schwersten Folgen für die Verbraucherinnen und Verbraucher sowie die Unternehmen abfedern soll.

Ursprünglich sollten, zum 1. Oktober 2022, zwei neue Umlagen eingeführt werden, die sogenannte Gasbeschaffungsumlage sowie die Gasspeicherumlage. Diese sollten die Versorgungssicherheit im Winter sicherstellen und den Gasmarkt stabilisieren. Nunmehr wurde jedoch die Gasbeschaffungsumlage mit 2,419 ct/kWh netto durch die Verordnung zur Aufhebung der Gaspreisanpassung vom 3. Oktober 2022 rückwirkend aufgehoben.

Die Gasspeicherumlage (§ 35e EnWG) in Höhe von 0,059 ct/kWh netto bleibt, ebenso wie die SLP-Bilanzierungsumlage mit 0,57 ct/kWh netto weiterhin bestehen.

Begriffserklärung:

  • Gasbeschaffungsumlage
    Die Mehrkosten der Erdgasimporteure für die Gasnachbeschaffung durch z. B. ausgefallene russische Liefermengen sollten ursprünglich gleichmäßig auf alle Erdgasmengen verteilt werden. Die Gasbeschaffungsumlage wurde per Verordnung aufgehoben.
  • Gasspeicherumlage
    Die Gasspeicherumlage soll Kosten ersetzen, die zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit entstehen, z. B. durch Einkauf/Einspeicherung von Gas.
  • SLP-Bilanzierungsumlage
    Die Umlage dient dem Ausgleich von Mengendifferenzen, um die Systemstabilität aufrechtzuerhalten.