Wissenswertes

Fernwärme gilt im Vergleich zu anderen Energieträgern als besonders umweltfreundlich. Der niedrige Primärenergiefaktor hat dabei für viele Nutzer auch wirtschaftliche Vorteile, z.B. bei der Erfüllung von gesetzlichen Vorgaben der Energieeinsparverordnung bei Renovierung oder Neubau.

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  • Primärenergiefaktor

    Jeder Energieträger, wie z.B. Heizöl, Erdgas, Biogas oder Strom weist einen spezifischen Primärenergiefaktor (PEF) auf. Dieser berücksichtigt den Energieverlust bei Gewinnung, Umwandlung und Verteilung eines Energieträgers. Je umweltschonender die Energieform und Ihre Umwandlung, desto niedriger ist der Primärenergiefaktor. Ein geringer Primärenergiefaktor steht für eine optimale Ausnutzung der eingesetzten Ressourcen.

    Primärenergiefaktoren im Energieträgervergleich

     

    Strom1,80
    Erdgas1,10
    Erdöl1,10
    Wärmenetz der Stadtwerke Schweinfurt GmbH0,08
    Hafen/Maintal (Fernwärme)0,03

     

     

  • Daten zur Fernwärmeversorgung
    DatenMenge
    Fernwärmeabgabe99.300 MWh
    Höchste Tagesabgabe
    880 MWh
    Rohrnetzlänge
    42 km
    Verteileranlagen
    11
    Hausanschlüsse
    548
    Zähler
    496


    Stand:
    31.12.2012

  • Hintergrund-Information

    Der Stadtrat der Stadt Schweinfurt beschloss 1962 das Neubaugebiet Bergl, mit Fernwärme zu versorgen. Das erste Heizwerk mit einem flächendeckenden Fernwärmenetz für den Stadtteil Bergl wurde daraufhin errichtet. In den Folgejahren erhöhte sich die Zahl der Abnehmer im Stadtgebiet, aus diesem Grunde mussten weitere Heizwerke errichtet werden. 

    1987 beschlossen die Schweinfurter Großbetriebe zusammen mit der Stadt Schweinfurt aus wirtschaftlichen und ökologischen Gründen, ein zentrales Heizkraftwerk zu errichten, das Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt (GKS).

    1990 ging das GKS in Betrieb und liefert seitdem unter anderem den Fernwärmebedarf für das Fernwärmenetz der Stadtwerke. In der Folgezeit konnte durch das sichere Wärmeangebot des GKS der Kundenstamm für Fernwärme stetig vergrößert werden. Viele Banken, Industrie-und Gewerbebetriebe erkannten neben Wohnungsbaugesellschaften, Altersheimen, Krankenhäusern und Einrichtungen der Verwaltung die Vorteile dieser benutzer- und umweltfreundlichen Art der Energieversorgung. Das Fernwärmenetz musste deshalb in den Jahren 1988 bis 1992 erneut verstärkt und ausgebaut werden.

    In Zeiten der Ressourcenknappheit gewinnt die Fernwärme weiter an Bedeutung. Staatliche Förderung und steigende Rohstoffpreise erhöhen die Wirtschaftlichkeit der Wärmeerzeugung nach dem Prinzip der Kraft – Wärme – Kopplung.

  • Sie planen einen Neubau oder eine Gebäudemodernisierung?

    Der Primärenergiefaktor ist entscheidend: Um verschiedene gesetzliche Auflagen (EnEV, EEWärmeG) einhalten zu können, bietet sich unsere Fernwärme (Hauptwärmenetz) als ideale Möglichkeit zur Versorgung mit Wärme und Warmwasser an. Aufgrund des sehr niedrigen PEF von 0,08 können Immobilienbesitzer/innen die gesetzlichen Anforderungen einfach und kostengünstig erfüllen. Diese sehr gute Bewertung wird durch die hocheffiziente, klimafreundliche Kraft-Wärme-Kopplung erreicht.

  • Vorteile für Modernisierer

    Bei wesentlichen Veränderungen von Gebäuden sind die gesetzlichen Vorgaben von EnEV und EEWärmeG zu berücksichtigen. Ein niedriger Primärenergiebedarf gewinnt auch im Modernisierungsbereich an Bedeutung. Denn, damit können die gesetzlichen Anforderungen leichter erreicht werden.

  • Alle Vorteile im Überblick
    • Hohe Versorgungssicherheit, denn Fernwärme wird in Schweinfurter Anlagen erzeugt.
    • Keine Verbrennung im Haus, da Fernwärme gebrauchsfertig geliefert wird.
    • Platzsparend, weil Heizkessel, Brennstofflager, Öl- oder Gastanks sowie Kamin überflüssig werden.
    • Geringer Betriebs- und Wartungsaufwand, weil technisch ausgereifte, wenig störanfällige Bauteile eingesetzt werden.
    • Ökologisch und nachhaltig, da gesetzliche Anforderungen erfüllt werden und CO2 eingespart wird.
    • Wirtschaftlich, da Investitionen in teure Energielösungen entfallen und für andere Sanierungsmaßnahmen genutzt werden können.
    • Fernwärme-Kunden erfüllen das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG), da die Bundesregierung Wärme aus hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung auf eine Stufe mit erneuerbaren Energien stellt.
    • Dank der gleichzeitigen Erzeugung von Strom und Fernwärme hat Fernwärme einen niedrigen Primärenergiefaktor, was beim Gebäude-Energieausweis sowie bei Investitionen von Neubau und Sanierung von Vorteil ist.