Historisches

  • 1962

    Der Ausbau der Fernwärme begann im Stadtteil Bergl. Dort wurde das Neubaugebiet Nord erschlossen. Der Stadtrat beschloss, dieses Gebiet mit Fernwärme zu versorgen. So entstand an der Hermann-Barthel-Straße das erste Heizwerk mit einem flächendeckenden Fernwärmenetz. Drei Kessel für Öl- oder Gasbetrieb begannen damit, die umweltfreundliche Energieform Fernwärme zu erzeugen.

  • 1966

    Im Jahr 1966 wurde das Fernheizwerk II an der Bodelschwinghstraße errichtet. Es dient seither zur Versorgung der Stadtwerke, der umliegenden Wohnanlagen und Schulen sowie der benachbarten Gewerbegebiete.

  • 1972

    Mit dem Fernheizwerk Ia folgte die Heizanlage für das Bildungszentrum West an der Geschwister-Scholl-Straße.

  • 1986

    Erschlossen wurde das Gebiet Bergl Süd. Viele ältere Wohnanlagen, die zu dieser Zeit zur Modernisierung anstanden, wurden jetzt direkt an das neu vorhandene Fernwärmenetz angeschlossen.

    Die Stadtwerke übernahmen zudem das Ernst-Sachs-Bad. Zwischen der historischen Stadtmauer und dem denkmalgeschützten Bad entstand eine unterirdische Fernheizzentrale. Sie besteht aus zwei Heizkesseln und drei Gasmotoren für die Strom- und Wärmeerzeugung.

    Diese Heizkraftzentrale, ein so genanntes Blockheizkraftwerk (BHKW), speist das neu verlegte Fernwärmenetz der Innenstadt. Gasmotoren gekoppelt mit Generatoren erzeugen im BHKW Strom, der in das städtische Stromnetz fließt, die Abwärme der Motoren wird dem Fernwärmenetz zugeführt. Durch diese Doppelnutzung der Primärenergie entsteht ein Gesamtwirkungsgrad von rund 90%.

  • 1987

    Die Unternehmen FAG, SKF und ZF Sachs beschlossen gemeinsam mit der Stadt Schweinfurt, aus wirtschaftlichen und ökologischen Gründen, ein zentrales Heizkraftwerk zu errichten: das Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt GmbH (GKS) wurde geboren.

  • 1990

    Das GKS geht in Betrieb und liefert seitdem unter anderem den Fernwärmebedarf für das Fernwärmenetz der Stadtwerke.

    In der Folgezeit konnte durch das sichere Wärmeangebot des GKS der Kundenstamm für Fernwärme stetig vergrößert werden. Viele Banken, Industrie-und Gewerbebetriebe erkannten neben Wohnungsbaugesellschaften, Altenheimen, Krankenhäusern und Einrichtungen der Verwaltung in dieser Zeit die Vorteile dieser benutzer- und umweltfreundlichen Art der Energieversorgung. Das Fernwärmenetz musste deshalb in den Jahren 1988 bis 1992 erneut verstärkt und ausgebaut werden.

    In Zeiten der Ressourcenknappheit gewinnt die Fernwärme weiter an Bedeutung. Staatliche Förderung und steigende Rohstoffpreise erhöhen die Wirtschaftlichkeit der Wärmeerzeugung nach dem Prinzip der Kraft – Wärme – Kopplung.