Historisches

Erfahren Sie mehr über die Geschichte vom Strom per Klick auf die Jahreszahlen!

  • 1554/55

    1554/55

    In den Jahren 1554/55 wurden zwölf Mühlengänge errichtet und in Betrieb gesetzt, die 1557 einem städtischen „Mühlmeister“ unterstellt wurden. Diese Wasserräder dienten dem Betrieb von Mühlen und anderen Gewerbebetrieben. Die Mühlenanlage wurde im Laufe der Jahre durch den Einbau weiterer Wasserräder vergrößert. Sie erlangte eine beachtliche Bedeutung für die Stadt. Darauf wird in zeitgenössischen Berichten immer wieder hingewiesen. Naturgemäß wurde mit den Rädern nur ein äußerst geringer Wirkungsgrad erzielt. Die Gesamtleistung aller Räder betrug damals 150 PS, also nur einen Bruchteil der unter der Leitung von Oskar von Miller 1905 erstellten
    Wasserkraftanlage.

  • 1905

    1905

    Am 22. Juli 1905, einen Tag vor der Eröffnung, des ersten Elektrizitätswerk, wurde das Ereignis im Schweinfurter Tagblatt euphorisch angekündigt: „Unserer Zeitperiode ist eine kulturelle Bedeutung beizumessen, wie keinem anderen ähnlich kurzen Zeitraum irgendeines vergangenen Jahrhunderts. In der Elektrizität wurde eine Naturkraft von größter Leistungskraft dem Menschen dienstbar gemacht“.

    Das Betriebsgebäude des neuen Elektrizitätswerkes wurde in seiner damals modernen Bauweise als eine wesentliche Zierde der Stadt Schweinfurt beschrieben. An der westlichen Wand des hohen luftigen Gebäudes trug eine Tafel die Inschrift: „Städtisches Elektrizitätswerk Schweinfurt, erbaut im Jahre 1904 unter Bürgermeister W. Söldner und Stadtbaurat R. Römer von Oskar von Miller in München.

  • 1926

    1926

    Im Jahre 1926, also nach etwa 20-jährigem Betrieb war es erforderlich, die alten Turbinen und Generatoren durch neue zu ersetzen. Durch die Umbaumaßnahmen konnte die Leistung der Wasserkraft auf 1000 kW erhöht werden. Die Zahl der angeschlossenen Abnehmer war bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges 1914 auf das Vierfache gestiegen. Der Krieg selber brachte eine weitere Steigerung. Deshalb war der Anschluss an das Bayernwerk für die Stromversorgung der Stadt Schweinfurt und deren Industrie von großer Bedeutung.

  • 1930

    1930

    25 Jahre Elektrizitätswerk wurde gefeiert. Die Jubiläumsfeier fiel allerdings, geprägt durch die Zeit, bescheiden aus. Doch die Anlage des Elektrizitätswerkes wies einige interessante Neuerungen auf. Es war damals beispielsweise noch nicht üblich, Gefälle von nur etwa drei Meter, wie in Schweinfurt zur Verfügung standen, mittels Wasserturbinen auszunützen. Die Turbinen mussten deshalb einen Umfang erhalten, der sie damals zu den größten Maschinen dieser Art in Deutschland machte.

  • 1942

    1942

    Wasserkraft bildete damals den Kern der Energieversorgung in Schweinfurt. Als Ergänzung zur Wasserkraftanlage sowie als Reserve für den Ausfall einer Turbine und für den Rückgang der Wassermenge zu Zeiten von Niedrigwasser wurde eine Dampfkraftanlage errichtet. Ihre Leistung betrug zunächst 250 kW, wurde aber im Laufe weniger Jahre auf 1000 kW erweitert. Als veraltert und unwirtschaftlich betrachtet wurde sie 1942 abgebaut, nachdem durch den Anschluss an das Bayernwerk ein vollkommener Ersatz geschaffen war.

  • 1953/54

    1953/54

    Die Stromversorgung stieg weiter an, deshalb wurde als Hauptstützpunkt der Versorgung 1953/54 das Ernst-Glunk-Umspannwerk errichtet, das mit der städtischen Wasserkraft im Verbund zusammenarbeitete. Die Station gehörte zu den größten und modernsten, die in vergleichbaren Städten existierten.

  • 1955

    1955

    Zum 50-jährigen Jubiläum, 1955, sind rund 360 Kilometer Leitungen im Stadtgebiet verlegt. Hinzu kommen noch Zuleitungen und Verteilungsleitungen in den an das Städtische Elektrizitätswerk angeschlossenen Nachbarorten Mainberg, Schonungen und Gochsheim.

  • 1963

    1963

    Die alte Wasserkraftanlage neben der Spinnmühle wurde stillgelegt.
    Oskar von Miller betonte zu Lebzeiten, das es sich um ein Werk von solcher Mächtigkeit handelt, wie es damals erstmals in Deutschland in Gebrauch war.

  • 1978

    1978

    „Stromversorgung auf Jahre gesichert“ hieß es 1978. Der Grund für diese Feststellung ist das 110-kV-Umspannwerk für Schweinfurt-Süd, das am 27. Juni des betreffenden Jahres in Betrieb genommen wurde. Als einen Meilenstein in der Geschichte des Stroms bezeichnete der damalige Leiter der Stadtwerke Dr. Feneberg das neue Umspannwerk im Industriegebiet Süd. Die Leistung der Anlage ist enorm. Die Leistungsschalter können eine Abschaltleistung von sechs Millionen Kilowatt sichern.

  • 1998

    1998

    Der 29. April 1998 ging für die Stadtwerke Schweinfurt in die Stromgeschichte ein. Dieser Zeitpunkt brachte die Energierechtsnovelle und somit den Wettbewerb ins Unternehmen. Mit der Schlagzeile „Billigstrom macht Farbenblind“ machten die Stadtwerke Schweinfurt schon zu Beginn der Energierechtsreform auf das Phänomen „Yello“ aufmerksam. 

  • 2005

    2005

    Unter dem Titel „Zeitreise durch die Schweinfurter Stromgeschichte“ haben die Stadtwerke Schweinfurt eine Chronik aufgelegt, in der sich der Bogen vom 20. bis ins 21. Jahrhundert spannt. In komprimierter Form findet man darin Informationen über die Entwicklung der Stromversorgung in Schweinfurt und darüber, wie alles begann.